Oktober – Gartenkalender für den Kleingarten

Apfelernte

Reife Äpfel im OktoberDer Oktober ist die Zeit, in der die meisten Äpfel geerntet werden. Natürlich ist es gut, wenn man etwas um die Apfelsorten im Garten Bescheid weiß, da es ja bekanntlich Äpfel für den baldigen Verzehr gibt und Lageräpfel. Äpfel, die gelagert werden müssen, sollten in Stiegen gelegt werden und dann in den kommenden vier Wochen auf Fäulnis kontrolliert werden. Was dann nach einem Monat noch an gesunden Äpfeln da ist, das beleibt dann auch meist so. Die Winteräpfel sollen kühl und frostfrei lagern. Empfehlenswert ist auch die Winterlagerung der Äpfel in Folietüten, die luftdicht verschlossen werden. So entsteht innerhalb der Tüte eine CO² Schutzatmosphäre und die hält die Äpfel sehr lange frisch. Wer keine Möglichkeiten der Winterlagerung für seine Apfelernte hat, der sollte Sorten kaufen oder auf Sorten umveredeln, welche im Spätsommer und Herbst verzehrt werden können.

Obstgarten

Du solltest klug darüber zu entscheiden, wo du im Garten Beete anlegst und wo du Obstgehölze pflanzt, denn oft entscheidet schon der Standort und Boden weitgehend über künftige Erträge. Es ist durchaus auch sinnvoll frühere Fehlentscheidungen zu korrigieren. Im Obstgarten kann das das Fällen und die Neupflanzung von Bäumen sein oder das Umveredeln bestehender Bäume mit robusteren und ertragreicheren Sorten. Man sollte in dieser Hinsicht nicht so zögerlich sein. Auch sollte genau geplant werden, wann die Obstsorten reifen sollen. Bei allen Obstarten gibt es früh, mittel und spät reifende Früchte.

Als Beispiel hier eine Sortenaufstellung von Apfelsorten mit
gestaffelter Reife der Äpfel:

  • Klarpafel – Reife schon im Juli
  • James Grieve – Genußreife ab Anfang September
  • Alkmene – am Mitte September reif
  • Carola – Reife ab Ende September
  • Geheimrat Breuhahn – Genußreife November bis März
  • Altländer Pfannkuchenapfel – Winterapfel, ab Februar genußreif
  • Boskop – ein gut lagerbarer Winterapfel, der sich besonders gut für Bratäpfel eignet

Dahlien werden für die Überwinterung im Keller [oder kühler frostfreier Raum] ausgegraben. Die Stiele werden auf 10cm zurückgeschnitten und erst,wenn die Knollen gut abgetrocknet sind, werden sie luftig eingelagert – es geht in Stiegen oder in einem luftdurchlässigen Kartoffelsack. Canna, das Indische Blumenrohr wir ebenfalls auf 10cm zurück geschnitten, ausgegraben, aber es sollte keine Erde abgeschüttelt werden und dann kann der Wurzelstock bei 10 bis 12°C überwintern. Man lässt die Rhizome nicht völlig austrocknen. Zur Lagerung eignen sich alte Plastik-Blumentöpfe oder Blumenkübel in entsprechender Größe Rasenpflege: Mitte Oktober wird das letzte Mal Rasen gemäht. Jetzt kann man sich auch die Mühe machen, größere Unkräuter aus dem Rasen zu stechen, wie Löwenzahn oder Disteln. Laub sollte im Herbst nicht zu lange auf der Rasenfläche liegen.

Überwinterung von Rosen durch ReisigabdeckungRosen sollten Ende des Monats ihren Winterschutz bekommen, also Anhäufeln [praktischer Weise mit frischer Blumenerde], aber noch nicht zurückschneiden. Wer Reisig zur Verfügung hat, der kann die Rosen damit auch noch einpacken. Bild: Rosengarten mit Reisigabdeckung

Pflanzenüberwinterungen im November

Wer jetzt Wintersteckzwiebeln steckt, der kann schon im Mai Zwiebeln ernten. Die gesteckten Zwiebeln werden erst im Frühjahr gedüngt. Im November kann man das Winterzwiebelbeet etwas mit Reisig abdecken, oder man steckt die Zwiebeln gleich ins leergeräumte Gewächshaus.

Dill im Kräutergarten

Anfang Oktober ist noch Zeit Zeitpunkt Dillsamen zu ernten und auch Dill zu säen. Wenn Dillkraut im Frühling ausgebracht, wird dann fallen die aufgehenden Pflanzen oft den Blattläusen zum Opfer. Besser ist es, wenn man Dill im September, Anfang Oktober oder im Juni aussät. Dann geht der Dillsamen sicherer auf, als zu Aussaatterminen im März/April/Mai.

Jetzt ist in den Baumschulen Hochbetrieb und wer etwa Obstgehölze kaufen möchte, der sollte sich nicht zu spät entscheiden, denn im November sind meiste schon wichtige Sorten ausverkauft.