Januar – Gartenkalender für den Kleingarten

Die wichtigsten Arbeiten im Garten

Nistkästen anbringen

Mit dieser Form des vorgesetzten Einflugloches ist der Meisenkasten sicher vor dem Baummarder

Nistkästen anbringen: Der Januar ist eine gute Zeit, sich um die Nistkästen zu kümmern. Singvögel sind wirklich gute Schädlingsbekämpfer im Garten und so tust du nicht nur etwas für die Natur; im einfachsten Falle bringst du Nistkästen für Stare [Starkasten] und für Meisen an. Es gibt auch spezielle Nistkästen [Halbhöhlen] für den Gartenrotschwanz. – Wenn du einen Süßkirschen-Baum im Garten hast, ist es gut den Baum mit einen Starkasten zu bestücken, denn bekanntlich werden die Süßkirchen gern von Staren geplündert. Doch der einzelne Star im Nistkasten verteidigt sein Brutrevier gegen die lästigen Kirschdiebe und die paar Kirschen, die der Verteidiger zum Eigenverzehr benötigt, hat er sich dann auch verdient.

In kleinen Gärten bis 500m² bitte nur einen Nistkasten für Meisen aufhängen! In größeren Gärten sollte der Abstand mindestens 10m sein. Die Fluglöcher müssen nach Süden oder Südosten zeigen, damit sie nicht zu sehr der Witterung ausgesetzt sind. Sie sollten nicht wackeln und so fest am Baum befestigt sein, dass sie nicht in voller Besetzung bei Sturm herunterfallen.

Befestigung von Nistkästen: Bringe nicht zu viele Nistkästen einer Bauart [für nur eine Vogelart] an, sondern verwende Nistkästen mit verschiedenen Größen der Einfluglöcher. Der Lochdurchmesser am Nistkasten entscheidet, welcher Bewohner sich hier wieder findet:

  • ca. 2,6 bis 2,8 cm bei Blaumeise, Haubenmeise, Tannenmeise und Sumpfmeise Boden 13×13 cm, Höhe 28cm
  • ca. 3,2 bis 3,4 cm bei Kohlmeise, Haussperling, Feldsperling, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Wendehals … und Fledermäuse Boden 14x14cm, Höhe 28cm
  • ca. 4,3 cm: bei Kleiber, Rotkehlchen und Gartenrotschwänzen sind oval-senkrechte Einfluglöcher sind nötig Boden 14x14cm, Höhe 28cm
  • ca. 4,5 bis 5 cm: Stare, [auch Sperlingskautz] der Starkasten ist größer, als die Nistkästen für Meisen usw. – die Grundfläche sollte 16×16 cm betragen und die Höhe 34cm.

Halbhöhlen-Nisthilfen: Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Bachstelze, Rotkehlchen, und Zaunkönig

Nistkasten anbringen, aufhängen - in bequemer HöheDas Einflugloch sollte der Wetterseite entgegengesetzt sein und der Anflug muss frei sein. Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel (so ist überall zu lesen). Ich verwende gewöhnliche Schrauben [mindestens 6cm lang] und schraube sie mit dem Akkuschrauber ein. Oft nehme ich bei der Kontrolle im Winter den Nistkasten ganz ab und reinige ihm am Boden. Dann kommt auch eine neue Schraube rein, wenn die alte rostig ist. Ich habe noch nie gesehen, das eine rostige Eisenschraube irgendwie einen Baum beschädigt hätte. Der Nistkasten darf am Stamm nicht nach hinten überhängen, damit kein Wasser reinläuft. Günstig ist natürlich auch, wenn der Nistkasten unten durch einen Spalt Wasser aus dem Inneren nach außen ablaufen lässt.

Nistkästen mit gleichen Größen der Fluglöcher solltest du in Abständen von zehn Metern anbringen. Ausnahme sind Koloniebrüter wie Star und Schwalbe [für Schwalben gibt es spezielle Nisthilfen]. So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden. Besser als im Januar ist, die Nisthilfen im Herbst anzubringen, damit Vögel, Kleinsäuger und Insekten sie zum Schlafen und Überwintern nutzen können. Aber wer macht da schon … wer schon Nistkästen aufgehängt hat, der sollte sie aber vor dem Winter reinigen … siehe im text unten. Zum Anbringen der Halbhöhlen eignen sich geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäusern.

Reinigung der Nistkästen

Nistkästen und NisthilfenIn den Nistkästen können sich hässliche Schädlinge breit machen: Flöhe, Milben oder Lausfliegen … das klingt schon grausig genug. Ich schraube die Kästen ab und säubere sie unten – auf der Leiter ist mir das zu eklig, wenn da so das Nestmaterial mit dem Milbenzeugs herauskrümelt. Die Reinigung sollte besser im Spätsommer erfolgen [nie während der Brutzeit] oder im Ende März, denn im Nistkasten könnten auch mal „Überwinterer“ anzutreffen sein [Siebenschläfer!]. Gut ist es also, wenn die Nistkästen schon im Herbst sauber sind, zumal Singvögel gern in so einem Nistkasten bei schlimmer Kälte übernachten.

Wie gesagt, sollten im Winter die Nistkästen nicht gesäubert werden, da diese etwa gerne von Siebenschläfern als Überwinterungsquartier genutzt werden. So ist aber das Anbringen neuer Nistkästen auch noch im Sommer und Herbst sinnvoll, um Überwinterungsmöglichkeiten für Kleintiere zu bieten.

Nisthilfen gibt es heute für alles Mögliche Getier, was in unserm Garten selten oder nützlich ist, etwa auch das Insektenhotel aus Stroh und Lehm für wilde Bienenarten oder in der schnell zu fertigenden Ausführung der Holzgloben mit Bohrlöchern [Bild]

Gartenkalender Januar – Kurznotizen

Obstgarten:

  • Obstlager kontrollieren
  • Pfähle für Bäume, Tomaten, Stangenbohnen usw. zurechtmachen
  • Reisig vom alten Weihnachtsbaum für Erbsenbeet aufheben
  • Raupennester aus den Baumkronen der Obstbäume entfernen
  • Kranke und absterbende Obstbäume entfernen
  • Obstbaukronen Auslichten. Edelreiser schneiden
  • Bei offenem Wetter Komposthaufen umsetzten

Gemüsegarten

  • Alte Samenbestände durchsehen und Keimfähigkeit prüfen
  • Samen sollte kühl und möglichst luftdicht in einem trockenen Raum gelagert sein
  • Die gängigen Sämereien für Gemüsegärten vertragen auch Frost.

Beispiel, Keimfähigkeit von Samen

  • Blumenkohl = 4-5 Jahre
  • Bohnen = 3-4 Jahre
  • Erbsen = 4-5 Jahre
  • Endivien = 7-8 Jahre
  • Gurken = 6-8 Jahre
  • Kohlrabi = 4-5 Jahre
  • Kopfsalat = 3-5 Jahre
  • Möhren, Karotten = 5-6 Jahre
  • Rotkraut, Weißkraut = 4-5 Jahre
  • Spinat = 4-5 Jahre
  • Radieschen = 4-5 Jahre
  • Petersilie nur 2 Jahre!
  • Pflücksalat = 3-4 Jahre
  • Porree = 2-3 Jahre
  • Schwarzwurzel = 1-2 Jahre
  • Sellerie = 4-5 Jahre
  • Zwiebel = 2-3 Jahre
  • Zucchini = 4-5 Jahre