Karriere, Traumjob, wie du ihn bekommst und wie nicht

Eine wirklich langweilige Alltagsgeschichte

Arbeit auf dem BauMal angenommen du bist plötzlich arbeitslos. Was machst du da? Du gehst im Regelfall auf Jobsuche. Du holst dir Angebote von der Arbeitsagentur. Du fragst im Familien- und Bekanntenkreis herum, ob jemand von einer interessanten freien Stelle weiß. Du liest Stellenanzeigen in der Zeitung und im Internet und bewirbst dich. Du sprichst in Firmen vor und machst sonst noch alles mögliche Möglich und siehe da, du bekommst nach 3 Monaten eine neue Stelle. Es ist vielleicht nicht dein Traumjob, aber du hast erst mal wieder Arbeit. Vielleicht wäre ja wirklich noch ein Traumjob-Angebot gekommen, aber jetzt hast du eine Stelle… erst mal …. Du könntest ja später weiter die Stellenanzeigen der Tagespresse lesen.

2. Die Geschichte nimmt ihren Lauf

Du bist nun schon ein halbes Jahr in Arbeit. Mittlerweile weißt du, wie der Laden läuft und du kennst auch die Macken der Mitarbeiter und die vom Chef. Ein wenig nerven diese Macken auch … und auch das Betriebsklima ist nicht besonders.

3. Du ärgerst dich täglich auf der Arbeit herum

Wer weiß, ob du hier mal Aufstiegschancen bekommst. Ein Jahr bist du schon hier, ja klar; da ist es frech nach Aufstiegschancen zu fragen. Aber nun heißt es erst mal durchhalten und ein wenig dankbar sein, denn du bist eben unbefristet von der Firma übernommen worden.

4. Vier Jahre später

Du würdest gern mal richtig Urlaub machen, aber in diesem Jahr wir das wieder nichts, denn du hast eine neue Heizanlage für dein Eigenheim gekauft. Da bleibst die Familie eben daheim. Und dafür hast du einen sichern Job. Aber eben auch nicht viel an Gehalt und gelegentlich Ärger mit dem Chef. Aber du musst eben auch dein Haus abzahlen. Man müsste im Lotto gewinnen.

5. Zwölf Jahre später

Scheiß Job! Aber nun hast du endlich mal paar Tage Ruhe, denn du bist krank geschrieben. Der Kreislauf macht nicht mehr so mit – es könnte ja auch mal ein Herzinfarkt draus werden. Irgendwie hattest du Glück, denn dein Hausarzt hat dich eine Woche krank geschrieben. Überhaupt hattest du Glück. Du hast im Lotto gewonnen. Naja, es waren 300 Euro…

Noch mal zu 2.) Ein anderer Verlauf der Dinge

Fassadenarbeiten mit HebebühneDu bist nun schon ein halbes Jahr in Arbeit. Mittlerweile weißt du, wie der Laden läuft und du kennst auch die Macken der Mitarbeiter und die vom Chef. Ein wenig nerven diese Macken auch und auch das Betriebsklima ist nicht besonders. Aber du hast mit der gleichen Intensität wie vor einem Jahr einen besseren Job gesucht – sogar viel entspannter, als zur Zeit deiner Arbeitslosigkeit. Das merken auch die Personalabteilungen. Und einer von denen hat sogar jemanden aus deinem jetzigen Arbeitsumfeld befragt, wie du so auf Arbeit bist. Heute Nachmittag unterschreibst du deinen neuen Arbeitsvertrag. Lotto brauchst du nicht mehr zu spielen, denn du verdienst im Jahr 5000 € mehr. In 12 Jahren sind das 60.000 € … sei deines Glückes eigner Schmied 😉 Die Moral von der Geschichte: „Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt“ – so singen es die Prinzen. Du musst ein Schwein sein als Arbeitnehmer. Jedenfalls dort, wo es erlaubt und angebracht ist. Aber es ist so eine typische Schwäche der Deutschen.

A.) Wenn wir erst mal einen Job haben dann haben wir das moralische Gefühl in uns – auf der neuen Stelle vielleicht unseren Lebensabend verbringen zu müssen.

B.) Das Verhalten ist jedem Menschen eigen: du gewöhnst dich nach und nach an missliche Umstände und verfällst in einen Zustand der Trägheit. Diese überträgt sich dann übrigens auch auf die Arbeitsleistung. Und das merkt dein Chef. Und darum macht er wieder Stress. Mein Vorschlag: ändere dort etwas, wo du was ändern kannst. Habe Mut. Habe keine Angst vor Veränderung.

Mein Vorschlag: Schau doch jetzt gleich mal im Internet auf den einschlägigen Job-Börsen, was da eben so am Arbeitsmarkt los ist… OK?